DSL für den ländlichen Raum

Der Westerwaldkreis zusammen mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH hat sehr früh die Notwendigkeit einer flächendeckenden DSL-Versorgung erkannt. Unser Landrat Peter-Paul Weinert hat hier frühzeitig die Federführung übernommen und sich an die Spitze der DSL-Bewegung „Der Westerwald will's schnell" gestellt. Unter den Flächenkreisen, die mit einer geringen Versorgung an DSL und Breitband zu kämpfen haben, nimmt der Westerwaldkreis heute eine Spitzenposition ein: Etwa 80% der Verbindungsnehmer im Westerwald verfügen über DSL-fähige Anschlüsse. Dies ist beachtenswert, kann aber nur ein Zwischenergebnis darstellen.

Leider erscheint für die Deutsche Telekom ein weiterer Ausbau des Festnetzes nicht rentabel, hier ist kurz- wie mittelfristig keine Änderung der Rahmenbedingungen zu erwarten. Die JU fordert daher, sich auf den Ausbau von alternativen Anschlussmöglichkeiten zu konzentrieren. Diese dürften in aller Regel in heute leistungsfähigen Funkanbindungen liegen.

Im Wesentlichen sind Versorgungslücken noch im Bereich von einzelnen Gewerbegebieten, Aussiedlerhöfen und Campingplätzen sowie wenigen Ortschaften, vor allem im Raum Montabaur, vorhanden.

Für die Region Montabaur liegen die Probleme in der Kabelnetzabdeckung begründet, sie sind somit zeitlich weit vor der Etablierung von DSL und Breitbandversorgung entstanden. Hier gilt es folglich nicht zurückzuschauen, sondern jetzt nach Lösungen zu suchen. Bürgermeister Edmund Schaaf hat hier die Initiative ergriffen, die Junge Union begrüßt dies sehr. Die Funkversorgung stellt heute eine bequeme und vor allem auch sichere Lösung dar, über die die Bürger informiert werden müssen.

Im Förderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz, das, schon lange angekündigt, nun endlich verwirklicht wurde, sind viel zu hohe Hürden für Genehmigungen festgelegt worden. So sollen aufgrund der Förderrichtlinien nur Orte mit völlig fehlender Versorgung entsprechend berücksichtigt werden. Gerade die Orte, die pragmatisch individuelle und vielleicht auch kostspielige Lösungen gefunden haben, geraten dadurch ins Hintertreffen.

Die JU Westerwald fordert: Förderung ja, aber nicht zum Nachteil für Orte mit Zwischenlösung!

Für Unternehmen ist ein schneller DSL-Anschluss oft von existentieller Bedeutung und somit ein wesentlicher Aspekt bei der Standortfrage. Die JUlerInnen werden in den Räten dafür eintreten, dass zum einen individuelle Lösungen erarbeitet werden, zum anderen aber auch in größeren Gewerbegebieten über die Grundtaktzahl hinaus nach Lösungen gesucht wird. Der Anschluss von Gewerbegebieten und damit der Erhalt von Arbeitsplätzen vor Ort ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Westerwaldes !

Ziel muss es sein, mit den neuesten Entwicklungen im Bereich DSL Schritt zu halten, das heißt, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren und am Markt dran zu bleiben. Es muss außerdem gelten, einen Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Anbietern zu Gunsten der Anschlussnehmer zu fördern, ohne damit jedoch die weiterhin notwendigen Investitionen in die Netze zu stoppen.

Gleichzeitig darf nicht auf momentanen Übertragungsraten verharrt werden, ein stetiger Ausbau ist vonnöten.

Die JU fordert günstige, schnelle und sichere DSL-Lösungen, damit der ganze Landkreis nach dem Motto "Der Westerwald will's schnell!" die weltumspannenden Datennetze nutzen kann!

 

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