Politik besucht die Residenz des Rechts

Bildungsfahrt der JU Westerwald führte nach Karlsruhe

Politik besucht die Residenz des Rechts

Warum liegen mit dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof die beiden bedeutendsten deutschen Gerichte eigentlich ausgerechnet in Karlsruhe? Mit dieser und weiteren Fragen machten sich die Teilnehmer der offenen Bildungsfahrt der Jungen Union Westerwald am Freitag den 9. November auf den Weg in die ehemalige badische Hauptstadt.

Trotz der frühen Abfahrtzeit von 5 Uhr morgens standen alle pünktlich am Montabaurer Hauptbahnhof bereit. Auf dem Programm standen neben einem Verhandlungsbesuch und Führungen durch den Bundesgerichtshof und das Bundesverfassungsgericht auch eine historische Führung durch Karlsruhe und ein Besuch des Weihnachtsmarkts. Abgerundet wurde das Ganze schließlich durch ein gemütliches Treffen mit der JU Karlsruhe. 

Besonders ansprechend an den Führungen war, dass sie nicht bloß die Verfahrens- und Arbeitsweisen der Gerichte erklärten, sondern auch Einblicke in die Geschichte und Architektur gewährten. So stehen beim Bundesverfassungsgericht beispielsweise die Büros der Richterinnen und Richter als Symbol der Unabhängigkeit auf Stelzen und das Gerichtsgebäude ist an allen Seiten großzügig mit Glas verkleidet. Das Volk kann ihm bei der Arbeit zusehen und wird nicht ausgesperrt. 

Auf die anfängliche Frage gibt es übrigens zu beiden Gerichten jeweils unterschiedliche Antworten. Unter den Karlsruhern, die aufgrund der Vereinigung von Baden und Württemberg im Jahr 1952 noch immer an ihrem Hauptstadtstatus hängen, hält sich die Theorie, dass der Bund ihnen damit ein Trostpflaster spendieren wollte. Plausibler ist jedoch, dass Karlsruhe nach dem Zweiten Weltkrieg schlicht mehr intakte beziehungsweise schnell reparierbare Gebäude und Wohnungen anbieten konnte, so beispielsweise das Erbgroßherzogliche Palais für den Bundesgerichtshof. Das und die Bestrebungen zur Dezentralisierung gaben Karlsruhe wohl den Vorzug vor Mitbewerbern wie Bonn, Köln oder Frankfurt.

Insgesamt war es eine sehr informative und angenehme Fahrt nach Karlsruhe. Bei allem Programm kamen auch der Spaß und das leibliche Wohl nicht zu kurz. „Mit dieser Fahrt sind wir als Junge Union wieder unserem Anspruch gerecht geworden, Politik unterhaltsam und lehrreich zu gestalten. Wir freuen uns alle schon sehr auf die Bildungsfahrt im nächsten Jahr“, so das Resümee des Kreisvorsitzenden der JU Westerwald, Marcel Kühn.

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